Nachdem das Ressort Männerarbeit bereits im Mai diesen Jahres mit dem Olympiapfarrer Thomas Weber einen überaus interessanten Referenten zu Besuch hatte, durfte sich das Team der Männerarbeit im Oktober einen weiteren Hochkaräter zum Männerfrühstück begrüßen.

Zu Besuch war diesmal der aus Kirchen stammende Oberst im Generalstab Rainer Simon. Eingebettet in ein üppiges bayrisches Frühstücksbuffet (Herzlichen Dank an die „Quotenfrau“ im Team Gerlinde Lanfer) und einer Kurzandacht von Thorsten Bienemann referierte der Gast anschließend in einer ruhigen und kompetenten Art und Weise über seine militärische Laufbahn und die damit verbundenen Auslandseinsätze im Kosovo, in Afghanistan und bei der NATO in Brüssel.

Die anwesenden Männer klebten förmlich an seinen Lippen und lauschten den überaus kurzweiligen Ausführungen von Oberst Simon.

Auch kritische Fragen aus dem Plenum, betreffend dem Umgang mit Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen nach erlebten Kriegshandlungen oder der Militärseelsorge beantwortete der Offizier mit der nötigen Fachkompetenz und der gebotenen Sensibilität.

Am späten Vormittag dann verabschiedeten wir den Gastredner, der auch anschließen noch Fragen der Männer gerne und geduldig beantwortete und für das ein und andere Erinnerungsfoto zur Verfügung stand.
Von Seiten der Männerarbeit steht der Beförderung zum Brigadegeneral nichts mehr im Weg, ein Empfehlungsschreiben von uns zur Verteidigungsministerin ist angeblich schon unterwegs…

Text und Bild: Frank Schneider


Gemeinsam mit einer Delegation aus dem Partnerkirchenkreis „Oberes Havelland“ feierte man diesmal den Festgottesdienst der Männerarbeit im Kirchenkreis. In der Wissener Erlöserkirche predigte Landesbischof Dr. Markus Dröge (Bildmitte). Mit dabei (v. r.): Thorsten Bienemann, Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen; Gemeindepfarrer Marcus Tesch / Wissen; Bischof Dr. Markus Dröge / Berlin; Superintendentin Andrea Aufderheide / Kirchenkreis Altenkirchen; Superintentent Uwe Simon / Oberes Havelland und Friedrich Thomas / Männerarbeit Kirchengemeinde Wissen.

Männerarbeit feierte einen Festgottesdienst

Bischof Dr. Markus Dröge predigte in der Wissener Erlöserkirche

Im Mai war er noch einer der Gastgeber des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin, eines Großereignisses von internationalem Rang: Bischof Dr. Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Zum Festgottesdienst der Männerarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen kam der Landesbischof nun nach Wissen.

Thorsten Bienemann, verantwortlich für die Männerarbeit im Kirchenkreis, hatte den Bischof eingeladen und wieder mit großem Einsatz dafür gesorgt, dass ein wunderschöner Gottesdienst gefeiert werden konnte.
Diesmal kamen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher dazu in der Wissener Erlöserkirche zusammen. Ein Novum diesmal beim Festtag der Männerarbeit: Mitglieder des Kreissynodalvorstandes des brandenburgischen Partnerkirchenkreises „Oberes Havelland“ waren zu Besuch im Kirchenkreis Altenkirchen und gestalteten (Superintendent Uwe Simon) und feierten den Wissener Festgottesdienst mit „ihrem Bischof“ mit.

In seiner viel gelobten Predigt zum Thema ‚Gnade, womit habe ich das verdient‘ ging Bischof Dr. Markus Dröge auch auf „typische Männerrollen“ ein und verwies dabei u.a. auf Paulus, „einen Macher, der sich wandelt“. Der Theologe nahm dabei auch die spezielle Rolle von kirchlicher Männerarbeit in den Blick.

Die Predigt von Bischof Dröge ist hier nachzulesen:

Predigttext

Musikalisch wurde der Gottesdienst, an dem auch Gemeindepfarrer Marcus Tesch mitwirkte, von Bläserinnen und Bläsern aus der Kirchengemeinde Wissen und aus Niederfischbach gestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang mit regem Austausch im benachbarten Gemeindehaus der Kirchengemeinde.
Viel kirchliche und lokal-kommunalpolitische Prominenz hatte sich zum Festtag eingefunden. So begrüßte Landrat Michael Lieber den Berliner Bischof, als offizielle Besucherin der Landesregierung von Rheinland-Pfalz war Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler dabei, ebenso die Abgeordneten Erwin Rüddel (MdB), Michael Wäschenbach (MdL) und Dr. Peter Enders (MdL). Vertreter des Kreissynodalvorstandes Altenkirchen, aus benachbarten Kirchenkreisen und Landeskirchen freuten sich ebenso über den gelungenen Festtag im Reformationsjubiläumsjahr, wie Vertreter der Stadt und Verbandsgemeinde Wissen (Bürgermeister Michael Wagener von der Verbandsgemeinde Wissen und Stadtbürgermeister Berno Neuhoff).

Dr. Markus Dröge trug sich bei dieser Gelegenheit auch in das „Goldene Buch“ der Verbandsgemeinde/Stadt Wissen ein.

Für 2018 hat Thorsten Bienemann für die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen bereits wieder sein Fühler nach einem prominenten Prediger ausgestreckt: Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, soll dann in den Kirchenkreis Altenkirchen kommen.

Zur Person:

Dr. Markus Dröge wuchs in Washington, Bonn, Paris und Brüssel auf und studierte an den Universitäten Bonn, München und Tübingen. 1983 wurde er Vikar in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Im Jahre 1985 übernahm er seine erste Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Koblenz-Karthause und wechselte 1994 in die Kirchengemeinde Koblenz-Mitte.
2004 wählte die Kreissynode Koblenz Dröge als Superintendent eines der flächengrößten Kirchenkreise der rheinischen Kirche. Als Kollege aus dem „Südrhein“ war Dröge u.a. im Januar 2009 Gast im Kirchenkreis Altenkirchen bei der Einführung seiner Kollegin Andrea Aufderheide als Superintendentin.
Im Mai 2009 wurde Dröge als Nachfolger von Wolfgang Huber zum Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit Sitz in Berlin gewählt und im November 2009 in sein neues Amt eingeführt.

Alle Bilder: Kirchenkreis Altenkirchen / Text: Thorsten Bienemann

Neben den Männerfrühstücken, Männerfahrten und Männerkreisen bildet die Mehrgenerationenarbeit einen der Schwerpunkte der Männerarbeit im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen.

Kletterwald-1

So auch bei der (Groß)Vater/Kind Aktion im Kletterwald in Bad Marienberg am vergangenen Wochenende. Der Männerbeauftragte des Kirchenkreises, Thorsten Bienemann, und die Kirchenkreisstiftung hatten diesmal zu einem Mehrgenerationentag in den Kletterwald eingeladen. Hoch über Bad Marienberg wartete in wunderschöner Lage einer der schönsten Hochseilgärten Deutschlands mit Abenteuer, Spaß, Natur und Erlebnis auf Groß und Klein. Vor Ort begrüßte der örtliche Pfarrer Oliver Salzmann mit einer Andacht zum Thema Vertrauen die Gruppe aus fast 40 Teilnehmern, die aus dem Westerwald, dem Siegerland und natürlich dem Kreis Altenkirchen angereist waren.

Torsten Müller (links)/Thorsten Bienemann (rechts)

Torsten Müller (links)/Thorsten Bienemann (rechts)

Das zeigt, das die Männerarbeit inzwischen zu einem Teilnehmermagneten über die (Kirchen)Kreisgrenzen hinweg geworden ist. Und das spiegelt sich auch in den Teilnehmerzahlen wieder, denn am Samstag im Kletterwald konnte Bienemann mit Torsten Müller den 7.000sten Teilnehmer bei einer Veranstaltung der Männerarbeit des Kirchenkreises seit 2013 begrüßen. Er bedankte sich dafür mit einem Gutschein für 2 Personen für eine Teilnahme bei einer Veranstaltung der Männerarbeit.

Und da gibt es reichlich Auswahl, denn der Terminkalender der Männerarbeit bleibt weiterhin gut gefüllt. Bereits am 26.08. geht es weiter mit einem Männerfrühstück in Betzdorf, am 17.09. steht der große Festgottesdienst mit Dr. Markus Dröge, dem Landesbischof von Berlin-Brandenburg in Wissen auf dem Programm und am 23.09. führt die Teilnehmer eine Männerfahrt zum UNESCO Weltkulturerbe Zeche Zollverein nach Essen.

Weitere Informationen zur Männerarbeit des Ev. Kirchenkreises sind erhältlich bei den örtlichen Kirchengemeinden oder beim Männerbeauftragten Thorsten Bienemann unter Email maennerarbeit-ak@t-online.de.

Am Montag, dem 15.05.2017, erhielten wir im Rundbau des Gemeindehauses Besuch vom evangelischen Olympiapfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg. Der 56-jährige gebürtige Siegerländer begleitet seit nunmehr zehn Jahren als Seelsorger die deutsche olympische Mannschaft sowohl zu den Sommer-, als auch zu den Winterspielen.

In seinem kurzweiligen und hochinteressanten anderthalbstündigen Vortrag brachte er dem interessierten Publikum hierbei seine Eindrücke von den vergangenen Sommerspielen 2016 in Rio nahe.

Durch seine Stellung ganz nah am Geschehen ist es Thomas Weber wiedermal gelungen, auch ein Blick hinter die Kulissen zu werfen. Seine Eindrücke von Rio de Janeiro waren deswegen sehr ambivalent: Auf der einen Seite das Flair einer herausgeputzten Millionenmetropole, die die Welt zu Gast heißt und sich entsprechend präsentiert – auf der anderen Seite die Favelas, die Armenviertel von Rio, die den Großteil der Bevölkerung beherbergen. Jener Teil der Bevölkerung, der bei der Errichtung der neuen Sportstätten teilweise enteignet wurde, sofern ihre Häuser den Bauvorhaben im Wege standen. Laut Thomas Weber kann und darf dieses Gebaren künftig nicht weiter fortbetrieben werden und widerspricht im Höchstmaß dem olympischen Gedanke.

Thomas wusste aber in seiner Powerpoint-Präsentation natürlich auch von heiteren Momenten und seinen unterschiedlichen Begegnungen mit unzähligen Menschen zu berichten. Hier ist es immer wieder erstaunlich, dass Athleten, Betreuer und Funktionäre, die sich in der Tretmühle des erfolgreich sein Müssens und des Kommerzes befinden, sich dennoch in stillen Momenten an ihn wenden, um über ganz banale Dinge und auch Dinge, die die Seele außerhalb des Sports und im Privaten belasten, mit ihm zu sprechen. Jenen Menschen, denen er ein Ohr schenkt und sie auch im Stress des größtmöglichen Leistungsdrucks für einige Minuten nochmal erdet und auf die eigentlich wichtigen Dinge im Leben hinweist. Hier, so sagte er, würde er vor allen durch Matthäus 11, 28 geleitet, wo es heißt „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“.

Freude steigt immer noch in ihm auf, wenn er über den ökumenischen Gottesdienst in einer kleinen Kapelle unter dem Sockel der weltberühmten Christusstatue hoch über Rio berichtet.

Aber auch Wut und Zweifel an seiner Position waren gegenwärtig. Nämlich als er von Seiten der deutschen Delegation gebeten wurde, für den, während der Olympiade tödlich verunglückten, Kanutrainer Stefan Henze eine Trauerfeier im olympischen Dorf auszurichten, die jedoch weder christlich noch religiös werden sollte, um auch hier die Neutralität gegenüber anderen Religionen zu wahren. Man merkte ihm förmlich an, dass das auch heute noch an ihm nagte und er im Nachhinein betrachtet sicherlich hätte anders reagieren müssen und im Vorfeld die Diskussion mit den Delegierten hätte suchen sollen.

Dennoch blieb als Resümee der Olympiade in Rio überwiegend Positives zu vermelden. Ebenso würde er sich auf die nächsten Winterspiele 2018 in Südkorea freuen, die er sicherlich auch wieder als Seelsorger begleiten wird.

Das Publikum honorierte dann auch den kurzweiligen Vortrag des, nicht nur wegen seiner Körpergröße von über 2 Meter, beeindruckenden Menschen mit Applaus, gepaart mit der Hoffnung, dass er in den nächsten Jahren doch noch einmal nach Kirchen zu Besuch käme.

Text und Bild: Frank Schneider

Erneut gut besucht war das Frühstück der Männerarbeit im Evangelischen Krichenkreis Altenkirchen. Und das war diesmal kein gewöhnliches. Denn es fand nicht im Kreis statt, sondern die Männer hatten sich mit einem Reisebus in Richtung Weilburg aufgemacht.

Durch das wunderschöne Weiltal ging es bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen ins Helmut Hild Haus der Evangelischen Regionalverwaltung Nassau, wo bereits ein gedeckter Tisch auf die Westerwälder wartete. Empfangen wurde die Gruppe von Pfarrer Hepke, der die Männer mit einer Andacht und selbstgemachter Marmelade begrüßte.

Nach einem ausgiebigen Frühstück begab man sich dann auf den Schlossberg in der Innenstadt, wo man gerade rechtzeitig zum Start des Oldtimer Rennens Weiltal-Taunus-Classic eintraf. Die Männer genossen im Startbereich einen exklusiven Blick hinter die Kulissen und konnten so manches Schätzchen unter die Lupe nehmen. Ob BMW 501, Volksporsche oder den Renault Primaquatre, ein Personenkraftwagenmodell der Zwischenkriegszeit von Renault. Hier bestand ausreichend Gelegenheit, die Fahrzeuge aus der Nähe zu betrachten und das eine oder andere Fachgespräch zu führen.

Im Anschluss wartete mit der Führung durch die Weilburger Schlosskirche dann der Höhepunkt des Tages. Graf Konrad lies hier bereits im Jahr 912 eine Stiftskirche errichten. Spätere Herrscher ließen dieses Gotteshaus im 16.Jahrhundert erweitern und in den Rang einer Stadtkirche setzen. Dieses Andachtsgebäude blieb erhalten, bis sich Graf Johann Ernst im frühen 18. Jahrhundert entschloss, die Stadt im Stil seiner Zeit neu zu gestalten, weil das mittelalterliche Weilburg nicht mehr den Ansprüchen gerecht wurde, die ein auf Repräsentation besonders bedachter Fürst des Barock an seine Residenz stellte. Nach dem Urteil heutiger Denkmalpfleger zählt die Weilburger Schlosskirche neben der Michaeliskirche in Hamburg und der Dresdener Frauenkirche zu den bedeutendsten protestantischen Sakralbauten des Barock in Deutschland. Seit Ihrer Fertigstellung vor 300 Jahren blieb die Kirche unverändert. Und wartet dazu noch mit einer Besonderheit auf. Ein Teil der Kirche liegt auf Luxemburger Staatsgebiet. Unterhalb des Altars befindet sich die Fürstengruft der nassauischen Herrscher. Insgesamt wurden über 30 nassauische und luxemburgische Herrscher in der Fürstengruft beigesetzt. Während der Führung bestand die Möglichkeit, die Orgel erklingen zu lassen. Diese Gelegenheit lies sich der Männerbeauftragte nicht nehmen und erfreute die Besucher mit einigen Liedern auf der Königin der Instrumente.

Bevor es dann wieder Richtung Heimat ging, lagen noch die Barockgärten und die Orangerie des Weilburger Schlosses auf dem Weg. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies ein ganz besonderes Frühstück war und ein wirklich gelungener Ausflug.

Text und Bild: Thorsten Bienemann